Am 18. Dezember 2025 nahmen Schüler*innen unserer Schule an der Gedenkveranstaltung für die Opfer des nationalsozialistischen Völkermordes an den Sinti und Roma in der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen teil. Anlass war der 83. Jahrestag des sogenannten „Auschwitz-Erlasses“ vom 16. Dezember 1942, der die Deportation von Sinti und Roma aus ganz Europa in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zur Folge hatte.
Die Veranstaltung begann im Neuen Museum mit einem gemeinsamen Gang zum zentralen Gedenkort „Station Z“. Dort wurde der Opfer gedacht. Unter ihnen mehr als 1.000 Sinti und Roma, die im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert waren. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, sprachen David Kolesnyk, Staatssekretär des Landes Brandenburg, sowie Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Schüler*innen des F. F. Runge Gymnasiums aus Oranienburg gestalteten eine eindrucksvolle Lesung mit Zeitzeugenberichten.
Im Rahmen der Kranzniederlegung wurde still an die hunderttausenden ermordeten Sinti und Roma erinnert. Besonders bewegend war, dass Romani Rose sich im Anschluss persönlich bei allen beteiligten Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement, ihr Interesse und ihren respektvollen Beitrag zum Gedenken bedankte. Dieses Zeichen der Anerkennung unterstrich die Bedeutung der aktiven Auseinandersetzung junger Menschen mit der Geschichte.

