Dichtergarten

„Es gibt im Grunde nichts, was dem Dichten so nahe steht, als ein Stück lebendiger Natur nach seiner Phantasie umzugestalten.“ Das erkannte schon Hugo von Hoffmannsthal. Vor 10 Jahren, rund 80 Jahre nach seinem Tod, ist diese Idee am Runge Gymnasium umgesetzt worden.

Das Projekt heißt „Dichtergarten“ und ist eine Verbindung von deutscher Literatur und Natur. Der Garten befindet sich hinter dem neuen Gebäudekomplex der Schule vor den sechseckigen Klassenräumen.

Das Projekt wurde im Rahmen des Deutschunterrichts von der Lehrerin Ulrike Sievert und der ehemaligen 10.1 erarbeitet. Am Anfang „war es nur ein Wort, eine Idee (…) die neuen Außenanlagen vom Runge Gymnasium (…) als einen Garten zu planen, in die Bäume, Gedichte und Dichter“ verknüpft sind, sagt Frau Sievert.

Zu planen, zu organisieren und zu besprechen gab es viel. Im Laufe des Schuljahres wurden Steckbriefe für die jeweiligen Bäume erstellt, Gedichte eingesprochen und Sitzgelegenheiten entworfen. All dies ist in den QR-Codes hinterlegt, die sich auf den Sitzsteinen an den Bäumen befinden. Unterstützt wurde die Klasse von den zuständigen Landschaftsarchitekten, der Umweltbehörde, dem Bauleiter, Herrn Seidler und einem Bildhauer. Sie genehmigten das Projekt und kümmerten sich um die Finanzierung.

Der Dichtergarten bietet eine Erweiterung des Schulhofes und wird als Unterrichtsort für verschiedene Fächer wie Kunst, Deutsch oder Biologie genutzt. Darüber hinaus ist der Dichtergarten ein Projekt, welches auch noch in 100 Jahren besteht und sich zusammen mit der Schule und den Schüler*innen weiterentwickelt und wächst. „Wie die Jahresringe am Baum ist auch jeder neue Schülergang ein Kapitel für sich“, sagt Alina Giesecke.

Ansprechpartnerin: Frau Zuch (zuch@runge-gym.de)